A couple of days ago I posted a brief note about the first Roman camp on what is now German soil - a camp south of Trier built between 53-51BC, in the aftermath of Caesar's Gallic War. More details are emerging. The camp itself is in Hermeskeil in the Hunsrück (better known as the setting for Edgar Reitz's fantastic 1984 drama Heimat) and it is around 26 hectares in size.
There is another dpa report in Focus today here.
The abstract ahead of publication (Sabine Hornung, "A late Republican military camp at Hermeskeil (Lkr. Trier-Saarburg). Preliminary report on investigations during 2010-2011" Archäologisches Korrespondenzblatt 42, 2012 (Heft 2)) is in English and gives some details:
In the context of a research project led by the Johannes Gutenberg University Mainz a trapezoid military camp of 18.2 ha was localised the annex of which with 7.6 ha enclosed an adjacent spring. It is a simple earth camp with rampart-ditch-enclosure used for several weeks or months. Radiocarbon dating and the finds speak for a dating to the period Lt D2b. The conspicuous visual axis to the nearby oppidum »Hunnenring« raises the question whether there was a causal connection between abandoning the Treveran central places and the presence of the Roman army in the region and whether at this site the consequences of the war-related events from the years 53 or 51 BC respectively the upheavals from the following decades historically hardly known, may be revealed here by the archaeological finds.
The full press release from the University of Mainz was released today and is here:
Archäologen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben in der Nähe von Hermeskeil, gut 30 km südöstlich von Trier im Hunsrück gelegen, das bislang älteste römische Militärlager in Deutschland nachgewiesen und damit neue Erkenntnisse über die Eroberung Galliens gewonnen. Das Lager wurde vermutlich während des Gallischen Krieges in den 50er Jahren v. Chr. in unmittelbarer Nähe zu der spätkeltischen Siedlung "Hunnenring", einer monumentalen Befestigungsanlage des zwischen Rhein und Maas ansässigen keltischen Stamms der Treverer, angelegt. "Mit dem Nachweis des Militärlagers wird ein Stück Weltgeschichte erstmals archäologisch fassbar", sagt Dr. Sabine Hornung vom Institut für Vor- und Frühgeschichte der JGU. "Möglicherweise wurde der treverische Widerstand gegen die römischen Eroberer von diesem Militärlager aus gebrochen." Hornung leitet die Ausgrabungen an diesem bedeutenden Denkmal, die aktuell noch bis Mitte September 2012 laufen.Die knapp 26 ha große Anlage war zwar altbekannt, in ihrer Bedeutung aber ungeklärt. "Im Wald sind eindeutig Reste des Walles zu sehen, aber die von Archäologen wie Heimatforschern vermutete Ansprache als römisches Militärlager war bislang nicht eindeutig möglich", so Hornung. Aufschluss brachten systematische Untersuchungen, die in engem Zusammenhang mit archäologischen Forschungen rund um den "Hunnenring" bei Otzenhausen im Landkreis St. Wendel stehen. Der römische Stützpunkt ist nur 5 km von dem in Sichtweite liegenden keltischen Ringwall entfernt. Das ehemalige Militärlager ist heute durch Ackerbau in weiten Teilen nicht mehr mit bloßem Auge zu erkennen und von der Zerstörung bedroht.
Im März 2010 hatte das Team um Hornung mit Unterstützung des Rheinischen Landesmuseums Trier die Arbeiten in Hermeskeil aufgenommen. Zunächst wurden Größe und Form des mit einem Erdwall und einem vorgelagertem Graben befestigten Militärlagers erfasst. Demnach besteht die Anlage aus einem annähernd rechteckigen, 18,2 ha großen Erdwerk mit abgerundeten Ecken, das Platz für mehrere tausend Soldaten – sowohl Fußtruppen als auch berittene Hilfstruppen – bot. Hinzu kommt eine 7,6 ha große Erweiterung, die eine Quelle umschloss und so die Wasserversorgung der Soldaten sicherte.
Auf Basis dieser Erkenntnisse waren gezielte Ausgrabungen möglich, bei denen im Sommer 2011 die Freilegung eines der Tore des Lagers gelang. Es handelte sich hierbei um einen Durchlass in den aus Wall und Graben bestehenden Befestigungen, der mit einem Steinpflaster versehen war. In den Zwischenräumen dieses Pflasters fanden die Archäologen um Hornung zahlreiche Schuhnägel, die einst die Sandalen der römischen Soldaten besetzten und sich beim Laufen gelöst hatten. Größe und Form dieser Nägel lieferten ein erstes Indiz für die Datierung des Militärlagers von Hermeskeil in die Zeit der späten Republik bzw. des Gallischen Krieges. Diese Vermutung konnte anhand der bei den Ausgrabungen entdeckten Scherben von Tongefäßen und mittels naturwissenschaftlicher Datierungen weiter bestätigt werden.
Die besondere historische Bedeutung des Militärlagers von Hermeskeil liegt in seiner Beziehung zur benachbarten treverischen Siedlung "Hunnenring". Hornung und ihr Team bestätigten anhand aktueller Grabungen, dass diese Siedlung um die Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. von ihren Bewohnern aufgegeben wurde. Bis zur Entdeckung des Lagers bei Hermeskeil konnte über einen möglichen Zusammenhang mit den Ereignissen des Gallischen Krieges lediglich spekuliert werden. Julius Caesar berichtet in den Kommentaren zum Gallischen Krieg von einer Spaltung des Stammes der Treverer in eine romfeindliche bzw. romfreundliche Partei. Die von Seiten der romfeindlichen Partei unter der Führung des Adeligen Indutiomarus und seiner Verwandten angezettelten Unruhen hatten in den Jahren 54/53 und 51 v. Chr. römische Vergeltungsschläge zur Folge, in deren Zuge der treverische Widerstand gegen die Eroberer gebrochen wurde. Mit den Entdeckungen bei Hermeskeil liegen nun erstmals direkte archäologische Zeugnisse dieser bewegten Episode der Weltgeschichte vor.
Picture is from the entrance. © Arno Braun/Sabine Hornung
Thanks for this piece of information. I have used it for my blog "Altertum im Cyberspace" (http://blog.computus-druck.com/2012/08/29/neues-roemisches-legionslager-im-hunsrueck/), a blog about (Ancient) History and books from my press (Computus Druck Satz & Verlag; www.computus-druck.com).
Best regards
Joern
Posted by: Joern Kobes | August 29, 2012 at 11:57 AM
Vielen dank
Adrian
Posted by: adrianmurdoch | August 29, 2012 at 12:07 PM