Another day, another load of articles about Teutoburg. A long interview in Deutschlandfunk with Herfried Münkler, political thinker and professor at the HU in Berlin:
Man weiß von der Varusschlacht nur aus römischen Quellen. Und Römer
waren es auch, die das Bild des blauäugigen, rotblonden, hünenhaften
Germanen prägten. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus hob ungefähr
100 nach Christus in seinem Bericht "Germania" die "Sittlichkeit der
Hinterwäldler" hervor. Wahrscheinlich hatte er das "schaurige" Land mit
seinen Wäldern und Sümpfen nie besucht. Doch weil er die Dekadenz der
Römer kritisieren wollte, erschuf er das idealisierte Bild vom
unverdorbenen, freiheitsliebenden, tapferen Barbaren, wenn auch mit
einem übermäßigen Hang zum Würfelspiel und Bierkonsum. Die Frauen
keusch, die Männer treu, hätten sich die Germanen nie mit fremden
Stämmen vermischt. In den Rassetheorien des 19. und 20. Jahrhunderts
wurde das in die Reinheit des Blutes übersetzt.
Full interview here.
Lots too at Focus which is developing its series 2000 Jahre Varusschlacht. It is worth keeping an eye on, as new articles appear to be going up on a daily basis at the moment. Most recent ones to have caught my eye are one on the Germans in the first and second centuries BC, here; and something on the Imperium Conflict Myth joint exhibition at Haltern, Kalkriese and Detmold, here.
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